Eine musikalische Wurzelbehandlung mit Philipp Galizia am Kontrabass und Erich Strebel am Piano.
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Freitag, 3. Dezember 2010, 20.15 Uhr
Samstag, 4. Dezember 2010, 20.15 Uhr

Philipp Galizia: «Roti Rösli»

Philipp Galizia gehört zu den Originalen in der Schweizer Kleinkunstszene. Seine Stücke sind stets leicht morbide Landgeschichten. Im neuen Stück geht es um Röbi Rösli. Dieser hat auf Gran Canaria am Bierstrand neben einem Sonnenbrand die Erleuchtung. Er reist nach Hause, tritt in den Männerchor ein und macht dort versteckte therapeutische Versuche. Röbi ist mehr und mehr überzeugt, dass Lieder aus der Kindheit ein wichtiger Schlüssel zu persönlichen Problemen sind, und dass man sich singend von Altlasten befreien kann.

Nach drei Soloprogrammen steht Philipp Galizia nicht nur mit seinem Kontrabass, sondern mit dem Pianisten Erich Strebel auf der Bühne. Durch diesen kongenialen Bühnenpartner öffnen sich einerseits neue musikali­sche Dimensionen. Anderseits verspricht die Präsenz zweier Figuren zusätzliche dramatische Momente, sei es in Geschichten, Dialogen, Liedern oder nonverbaler Interaktion. Auch in seinem vierten Programm erzählt und singt Galizia in Mundart. Seine Autoren, legten ihm wiederum ein karges, präzises, aber nicht minder saftiges Freiämterdeutsch in den Mund. Dabei werden die Geschichten und die Art des Erzählens durch die gegebene Spielsituation geprägt. Galizia erzählt und agiert als Röbi Rösli. Er bringt seine ganze Freiämter Schwere und Knorrigkeit ins Spiel, welche durch Erich Strebels Musik und die Bühnenfigur aber immer wieder durchbrochen wird.

Musiker, Erzähler, Schauspieler:
Ob Philip Galizia vom Totengräber Lunzi («Am Seil abelo») vom Zeitmacher Jakob («Jakob Engel – eine Erscheinung») oder vom Hundehalter Beni («Läufig») erzählt, man hört ihm einfach gerne zu. Der ehemalige Pfannestil-Chammer-Sexdeet-Musiker ist ein begnade­ter Erzähler, dem minimalste Gestik genügt. Seine er­zählerischen Mittel sind sein spröder Charme und sein zwiebacktrockener Humor. Und nicht zuletzt die Lang­samkeit: Er ist Meister der «Suspense», nimmt sich Zeit, lässt den Worten Raum und lässt die Zuhörer auch mal zappeln. Heraus kommt immer ein eigenwilli­ges Programm, knochentrocken, bissig, verschmitzt – und immer mit Kontrabass.

Weitere Informationen: www.galizia.ch.