Regisseurin Magdalena Nadolska entzaubert das Theater – um es umso magischer erscheinen zu lassen. Was kann eine Inszenierung mehr leisten?
PDF download Infoblatt
Freitag, 14. Januar 2011, 20.15 Uhr
Samstag, 15. Januar 2011, 20.15 Uhr
«36 Stunden oder Die Geschichte vom Fräulein Pollinger»
Der österreichisch-ungarische Autor Ödön von Horváth (1901 - 1938) beschreibt in seinem Roman „36 Stunden” eine tragische Welt mit viel Witz und Humor. Die 29-jährige Bündner Regisseurin Magdalena Nadolska hat die Romanvorlage, die in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg während der Wirtschaftskrise angesiedelt ist, für ihre erste Regiearbeit übernommen.Drei Schauspieler verkörpern rund 20 Figuren und lassen die Geschichte vom Fräulein Pollinger wie von Zauberhand lebendig werden. Die Première im Theater Klibühni in Chur begeisterte:
„36 Stunden” ist voller Fantasie. (...) Die Inszenierung ist atemlos wie ein Werbeclip, witzig wie eine Zitatensammlung von Oscar Wilde, ideenreich wie Marthaler auf Speed. (Züritipp) Es scheint für dieses Ensemble nichts zu geben, was sich nicht spielen liesse. (Berner Zeitung)
Zum Stück: Zwei attraktive Arbeitslose begegnen sich zeitgemäss vor dem Arbeitsamt: Die gut gebaute Agnes Pollinger und der notorische Frauenheld Eugen Reithofer kommen sich rasch näher. Eigentlich sind alle Voraussetzungen für die perfekte Love Story gegeben, doch innerhalb von 36 Stunden wird die Welt der Protagonistin auf den Kopf gestellt und Agnes erscheint nicht zum nächsten Rendezvous. Stattdessen steht sie bei einem Künstler nackt Modell und fährt in einem Sportwagen zu einem flotten Ausflug.
Die Geschichte könnte von gestern, aber auch von morgen sein. Horváths Protagonisten leben in einer Welt, die von Krieg, Armut, Wirtschaftskrise, Arbeits- und Perspektivlosigkeit geprägt ist. Die Bühnenfassung von Magdalena Nadolska überträgt die feinsinnige Zeichnung der zutiefst menschlichen Figuren ins Zeitlose. Ein selbstverliebter Eishockeystar, eine arbeitslose junge Frau ohne Perspektiven, ein besserwisserischer Künstler oder scheinheilige Priester. Sie könnten sie auch der heutigen Zeit entsprungen sein.
Bisher gelangten vor allem Horváths Dramen wie „Geschichten aus dem Wiener Wald”, „Glaube Liebe Hoffnung” oder „Jugend ohne Gott” auf die Bühne. Mit „36 Stunden” ist nun ein unbekannteres Werk des berühmten Schriftstellers im Theater zu sehen.
Konzept und Regie: Magdalena Nadolska mit Felicitas Helena Heyerick, Krishan Krone und Michael Glatthard
Mehr: www.klibuehni.ch.
Samstag, 15. Januar 2011, 20.15 Uhr
«36 Stunden oder Die Geschichte vom Fräulein Pollinger»
Der österreichisch-ungarische Autor Ödön von Horváth (1901 - 1938) beschreibt in seinem Roman „36 Stunden” eine tragische Welt mit viel Witz und Humor. Die 29-jährige Bündner Regisseurin Magdalena Nadolska hat die Romanvorlage, die in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg während der Wirtschaftskrise angesiedelt ist, für ihre erste Regiearbeit übernommen.Drei Schauspieler verkörpern rund 20 Figuren und lassen die Geschichte vom Fräulein Pollinger wie von Zauberhand lebendig werden. Die Première im Theater Klibühni in Chur begeisterte:
„36 Stunden” ist voller Fantasie. (...) Die Inszenierung ist atemlos wie ein Werbeclip, witzig wie eine Zitatensammlung von Oscar Wilde, ideenreich wie Marthaler auf Speed. (Züritipp) Es scheint für dieses Ensemble nichts zu geben, was sich nicht spielen liesse. (Berner Zeitung)
Zum Stück: Zwei attraktive Arbeitslose begegnen sich zeitgemäss vor dem Arbeitsamt: Die gut gebaute Agnes Pollinger und der notorische Frauenheld Eugen Reithofer kommen sich rasch näher. Eigentlich sind alle Voraussetzungen für die perfekte Love Story gegeben, doch innerhalb von 36 Stunden wird die Welt der Protagonistin auf den Kopf gestellt und Agnes erscheint nicht zum nächsten Rendezvous. Stattdessen steht sie bei einem Künstler nackt Modell und fährt in einem Sportwagen zu einem flotten Ausflug.
Die Geschichte könnte von gestern, aber auch von morgen sein. Horváths Protagonisten leben in einer Welt, die von Krieg, Armut, Wirtschaftskrise, Arbeits- und Perspektivlosigkeit geprägt ist. Die Bühnenfassung von Magdalena Nadolska überträgt die feinsinnige Zeichnung der zutiefst menschlichen Figuren ins Zeitlose. Ein selbstverliebter Eishockeystar, eine arbeitslose junge Frau ohne Perspektiven, ein besserwisserischer Künstler oder scheinheilige Priester. Sie könnten sie auch der heutigen Zeit entsprungen sein.
Bisher gelangten vor allem Horváths Dramen wie „Geschichten aus dem Wiener Wald”, „Glaube Liebe Hoffnung” oder „Jugend ohne Gott” auf die Bühne. Mit „36 Stunden” ist nun ein unbekannteres Werk des berühmten Schriftstellers im Theater zu sehen.
Konzept und Regie: Magdalena Nadolska mit Felicitas Helena Heyerick, Krishan Krone und Michael Glatthard
Mehr: www.klibuehni.ch.
