Hermann Burgers legendärer Roman und fantastisch übersteigerte Lebensgeschichte auf der Bühne im Theaterstudio Olten.
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Freitag, 26. Oktober 2007, 20.15 Uhr
Samstag, 27. Oktober 2007, 20.15 Uhr
Theater Marie: «Schilten»
«Schilten» ist der Schulbericht eines immer mehr in der Redundanz seiner Schulmeistersprache sich verirrenden und vereinsamenden Dorfschullehrers, dem von seinen Vorgesetzten „absurde Umtriebe” zur Last gelegt werden. Sein Rechtfertigungsschreiben ist ein ungehörter Hilfeschrei von abgründigem Humor.
Peter Stirner, der sich Armin Schiltknecht nennt, ist Lehrer in Schilten, einem abgelegenen Dörfchen im Aargau. Das Schulhaus, in dem er seine „Einheitsförderklasse” unterrichtet, liegt direkt neben dem Friedhof. Schildknecht meint – da er sich dem Friedhof nicht entziehen kann – es gelinge ihm durch eine Flucht nach vorn, sich die Todesangst vom Leib zu halten, indem er alles, was mit dem Friedhof zu tun hat, genau beobachtet, bis in die kurioseste Konsequenz festhält und zum zentralen Unterrichtsthema macht. Statt sich jedoch auf diese Weise gegen die Friedhofschwermut zur Wehr zu setzen, gerät er immer tiefer in den Todessog, bis hinein in eine Todeshalluzination, wo zwischen Wahn und Wirklichkeit, zwischen Leben und Tod nicht zu unterscheiden ist.
Autor Hermann Burger, geboren 1942 in Burg (AG), arbeitete nach der Habilitation mit einer Studie über zeitgenössische Schweizer Literatur, u.a. als Privatdozent für Deutsche Literatur an der ETH Zürich. Für seine Bücher erhielt er zahlreiche Preise. 1989 nahm sich Hermann Burger das Leben. «Schilten» war Burgers erster Roman und erschien 1976.
„Dass der Monumentaldialog auch auf der Bühne funktioniert, beweist das neu formierte Theater Marie in seiner jüngsten Inszenierung, die das wortgewaltige Werk des Aargauer Autors auf packende Weise lebendig werden lässt. (...) Resultat ist eine gelungene Inszenierung, die nicht zuletzt Burgers unbändigen Sprachwitz unter Beweis stellt." Berner Zeitung, 14.4.07
„Der Auftritt des Theaters Marie unter der neuen Leitung von Nils Torpus ist stark. Denn er kapituliert nicht vor der Ausführlichkeit der Romanvorlage. (...) Der Schauspieler Herwig Ursin verhilft der Sprache in seinem 90-minütigen Monolog zu packendem Glanz.” Tages-Anzeiger, 28.4.07
Schauspiel: Herwig Ursin, Francesca Tappa/Mona Petri
Regie: Nils Torpus
Dramaturgie: Mona Petri
Weitere Informationen: www.theatermarie.ch
Samstag, 27. Oktober 2007, 20.15 Uhr
Theater Marie: «Schilten»
«Schilten» ist der Schulbericht eines immer mehr in der Redundanz seiner Schulmeistersprache sich verirrenden und vereinsamenden Dorfschullehrers, dem von seinen Vorgesetzten „absurde Umtriebe” zur Last gelegt werden. Sein Rechtfertigungsschreiben ist ein ungehörter Hilfeschrei von abgründigem Humor.
Peter Stirner, der sich Armin Schiltknecht nennt, ist Lehrer in Schilten, einem abgelegenen Dörfchen im Aargau. Das Schulhaus, in dem er seine „Einheitsförderklasse” unterrichtet, liegt direkt neben dem Friedhof. Schildknecht meint – da er sich dem Friedhof nicht entziehen kann – es gelinge ihm durch eine Flucht nach vorn, sich die Todesangst vom Leib zu halten, indem er alles, was mit dem Friedhof zu tun hat, genau beobachtet, bis in die kurioseste Konsequenz festhält und zum zentralen Unterrichtsthema macht. Statt sich jedoch auf diese Weise gegen die Friedhofschwermut zur Wehr zu setzen, gerät er immer tiefer in den Todessog, bis hinein in eine Todeshalluzination, wo zwischen Wahn und Wirklichkeit, zwischen Leben und Tod nicht zu unterscheiden ist.
Autor Hermann Burger, geboren 1942 in Burg (AG), arbeitete nach der Habilitation mit einer Studie über zeitgenössische Schweizer Literatur, u.a. als Privatdozent für Deutsche Literatur an der ETH Zürich. Für seine Bücher erhielt er zahlreiche Preise. 1989 nahm sich Hermann Burger das Leben. «Schilten» war Burgers erster Roman und erschien 1976.
„Dass der Monumentaldialog auch auf der Bühne funktioniert, beweist das neu formierte Theater Marie in seiner jüngsten Inszenierung, die das wortgewaltige Werk des Aargauer Autors auf packende Weise lebendig werden lässt. (...) Resultat ist eine gelungene Inszenierung, die nicht zuletzt Burgers unbändigen Sprachwitz unter Beweis stellt." Berner Zeitung, 14.4.07
„Der Auftritt des Theaters Marie unter der neuen Leitung von Nils Torpus ist stark. Denn er kapituliert nicht vor der Ausführlichkeit der Romanvorlage. (...) Der Schauspieler Herwig Ursin verhilft der Sprache in seinem 90-minütigen Monolog zu packendem Glanz.” Tages-Anzeiger, 28.4.07
Schauspiel: Herwig Ursin, Francesca Tappa/Mona Petri
Regie: Nils Torpus
Dramaturgie: Mona Petri
Weitere Informationen: www.theatermarie.ch
