Sabina Spielrein: Szenischer Monolog von Graziella Rossi über das berührende Lebensmosaik einer faszinierenden Frau.
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Freitag, 17. November 2006, 20.15 Uhr
Samstag, 18. November 2006, 20.15 Uhr
Rossi Russius & das Saxophon: «Sabina Spielrein»
Biografien, Spielfilme und Theaterstücke – in kurzer Zeit wurde das Leben und Werk von Sabina Spielrein (1885 – 1942) in allen möglichen Formen aufgearbeitet. Die neuste Adaptation feierte im Zürcher Theater Stadelhofen als deutschsprachige Erstaufführung Ende September 2006 Première: Ein Monolog der norwegischen Autorin Liv Hege Nylund. Er schildert das Leben der russischen Psychoanalytikerin in Rostow und Zürich, in Genf und Moskau.
Das aufwühlende Leben von Sabina Spielrein wird dargestellt von der grossartigen Zürcher Schauspielerin Graziella Rossi, bekannt aus Film und TV sowie von verschiedenen Aufführungen im Theaterstudio Olten. Saxofonist Raphael Camenisch untermalt das Spiel mit dezenten Tönen. Regie führt Klaus Henner Russius. Einzige Requisiten auf der Bühne sind Briefe, Mantel und ein Koffer. Ein Koffer, der auch Bett, Stuhl, Rednerpult oder Bartheke ist. Ohne diesen Koffer wüsste man sehr viel weniger über das Leben von Sabina Spielrein.
Als sie nämlich 1923 von Genf nach Russland zurückkehrt, lässt sie in besagtem Koffer viele ihrer persönlichen Schriften zurück. 1977 wird er entdeckt. Tagebücher, Briefe kommen zum Vorschein, welche C.G. Jung und Sigmund Freud in ein wenig schmeichelhaftes Licht rücken. Insbesondere Spielreins Beziehung zu C.G. Jung, den sie 1904 in Zürich als Patientin der Irrenheilanstalt Burghölzli kennen und lieben lernte, kommt in den Dokumenten ausführlich zur Sprache.
Der Koffer begleitet Sabina Spielrein weiter durch Europa. Nach dem Aufenthalt in Zürich analysiert sie Jean Piaget in Genf. Im stalinistischen Moskau fällt Spielrein in Ungnade und wird schliesslich in ihrer Heimatstadt am Don von den Nazis umgebracht.
Graziella Rossi spielt nicht nur Sabina Spielrein. Sie schlüpft von einer Rolle in die andere, spricht und spielt die Liebende genauso überzeugend wie den Gebieter, die Wissenschafterin genauso eindringlich wie den Lügner. Eine beeindruckende Hommage an eine beeindruckende Frau.
Die Besucher des Theaterstudios Olten kennen Graziella Rossi aus den Produktionen: «Wer hat Angst vor Virginia Woolf», «Kein Land des Lächelns» oder «Der Mann des Zufalls». Neben der Schauspielerei ist Rossi auch als Sprecherin und Sängerin tätig und spielt in Fernseh- und Filmproduktionen, zum Beispiel in «Lüthi & Blanc».
Samstag, 18. November 2006, 20.15 Uhr
Rossi Russius & das Saxophon: «Sabina Spielrein»
Biografien, Spielfilme und Theaterstücke – in kurzer Zeit wurde das Leben und Werk von Sabina Spielrein (1885 – 1942) in allen möglichen Formen aufgearbeitet. Die neuste Adaptation feierte im Zürcher Theater Stadelhofen als deutschsprachige Erstaufführung Ende September 2006 Première: Ein Monolog der norwegischen Autorin Liv Hege Nylund. Er schildert das Leben der russischen Psychoanalytikerin in Rostow und Zürich, in Genf und Moskau.
Das aufwühlende Leben von Sabina Spielrein wird dargestellt von der grossartigen Zürcher Schauspielerin Graziella Rossi, bekannt aus Film und TV sowie von verschiedenen Aufführungen im Theaterstudio Olten. Saxofonist Raphael Camenisch untermalt das Spiel mit dezenten Tönen. Regie führt Klaus Henner Russius. Einzige Requisiten auf der Bühne sind Briefe, Mantel und ein Koffer. Ein Koffer, der auch Bett, Stuhl, Rednerpult oder Bartheke ist. Ohne diesen Koffer wüsste man sehr viel weniger über das Leben von Sabina Spielrein.
Als sie nämlich 1923 von Genf nach Russland zurückkehrt, lässt sie in besagtem Koffer viele ihrer persönlichen Schriften zurück. 1977 wird er entdeckt. Tagebücher, Briefe kommen zum Vorschein, welche C.G. Jung und Sigmund Freud in ein wenig schmeichelhaftes Licht rücken. Insbesondere Spielreins Beziehung zu C.G. Jung, den sie 1904 in Zürich als Patientin der Irrenheilanstalt Burghölzli kennen und lieben lernte, kommt in den Dokumenten ausführlich zur Sprache.
Der Koffer begleitet Sabina Spielrein weiter durch Europa. Nach dem Aufenthalt in Zürich analysiert sie Jean Piaget in Genf. Im stalinistischen Moskau fällt Spielrein in Ungnade und wird schliesslich in ihrer Heimatstadt am Don von den Nazis umgebracht.
Graziella Rossi spielt nicht nur Sabina Spielrein. Sie schlüpft von einer Rolle in die andere, spricht und spielt die Liebende genauso überzeugend wie den Gebieter, die Wissenschafterin genauso eindringlich wie den Lügner. Eine beeindruckende Hommage an eine beeindruckende Frau.
Die Besucher des Theaterstudios Olten kennen Graziella Rossi aus den Produktionen: «Wer hat Angst vor Virginia Woolf», «Kein Land des Lächelns» oder «Der Mann des Zufalls». Neben der Schauspielerei ist Rossi auch als Sprecherin und Sängerin tätig und spielt in Fernseh- und Filmproduktionen, zum Beispiel in «Lüthi & Blanc».
