Tiefgründiges Bergdrama zwischen Komik und Melancholie mit Rhaban Straumann und Matthias Kunz nach einer Textvorlage von Pedro Lenz.
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Freitag, 12. Dezember 2008, 20.15 Uhr
Samstag, 13. Dezember 2008, 20.15 Uhr

Strohmann-Kauz: «ungerdüre»

Der Dichter und Schriftsteller Pedro Lenz schickt Strohmann-Kauz in den Berg: Die beiden Mineure Iseli und Role arbeiten auf einer Tunnelbaustelle im Mittelland. Tief im Landesinnern sinnieren sie über den Tiefsinn ihrer Arbeit, ihres höheren Daseins und den Sinn einer Idee an sich. Sie durchleben die sonnigen Schattenseiten der Freundschaft und zweifeln am Licht am Ende des Tunnels. In lakonischen Dialogen erzählt «ungerdüre» von der Beziehung zweier Arbeitskolle­gen. Eine Geschichte geprägt von Umgang und Umfahrungen, Misstrauen und Aberglauben. Iseli und Role hantieren umständlich mit ihren Gefühlen. Selbst­täuschungen sind nicht weniger heftig als Sehnsüchte und die verdrängte Wahrheit wird nur langsam sichtbar. Trotz allen Mühsal verliert «ungerdüre» nie den Humor.

Die beiden Schauspieler Matthias Kunz (Bern) und Rhaban Straumann (Olten) zeigen mit ihrem neuen Stück «ungerdüre» starkes, unverschnörkeltes Gegenwartstheater:

„Ds Erschte isch immer das wome macht. Und ds Zwöite isch das, wome nid macht. Und ds Dritte sy d’Usrede, wome sech säuber zrächt leit, für das wome gmacht het und für das wome sött mache und wome glych nid macht.”

Die Inszenierung trägt die feinfühlige und präzise Handschrift der Regisseurin Priska Praxmarer. Der Musiker Werner Hasler bereichert das Stück mit einem diskreten, stimmungsvollen Klangbild.

Pressestimme:
«ungerdüre» oszilliert zwischen Komik, Klaustrophobie sowie Tragik und ist poetische Politsatire und bürger­liches Trauerspiel zugleich, „weder Schenkelklopfer­parade noch intellektueller Kunstmurks. Es ist einfach unterhaltendes Theater mit Anspruch – man dankt.” (Blick/Kultur 4. April 08).

Mehr: www.strohmann-kauz.be